Katze beim Tierarzt

Die Katze beim Tierarzt

Auch wenn Ihrer Katze nichts fehlt, ist einTierarztbesuch mindestens einmal jährlich zum Impfen notwendig. Vor derJahresimpfung sollte immer eine gründliche Allgemeinuntersuchung stattfinden.Zudem ist der Besuch ein guter Anlaß, um mit dem Tierarzt alle Ihremedizinischen Fragen durchzusprechen. Damit er genügend Zeit für Sie und IhrenLiebling hat, lassen Sie sich, wenn möglich, immer einen Termin geben – undseien Sie pünktlich.
Transport zum Tierarzt
DieKatze sollte immer in einem fest verschließbaren und ausbruchssicherenKatzenkorb transportiert werden und nicht frei im Auto herumspringen. Auch imWartezimmer fühlt sich die Katze im Transportkorb wohler als auf dem Arm oderan der Leine.

Im Wartezimmer

Arztpraxen erscheinen zwar auf den ersten Blickmeist sehr sauber, aber zum Tierarzt werden logischerweise viele kranke Tieregebracht. Sie müssen also damit rechnen, daß sich im Wartezimmer in muntererMischung Viren, Bakterien und auch Pilzsporen tummeln. Lassen Sie daher nichtzu, daß andere Patientenbesitzer Ihren Liebling streicheln und fassen auch Siekein fremdes Tier an. So manche Erkrankung hat schon im Wartezimmer neue"Opfer" gefunden – nur weil die kleinen Kätzchen so niedlich waren,daß alle sie einmal streicheln wollten.

Bitte haben Sie Geduld, wenn Sie einmal wegeneines Notfalls länger warten müssen. Sie sind schließlich auch froh, wenn IhremTier im Notfall schnell geholfen wird.

Im Behandlungszimmer

Achten Sie auf einen sauber gereinigten unddesinfizierten Behandlungstisch sowie darauf, daß der Tierarzt und dieAssistenten ihre Hände gründlich waschen und desinfizieren, bevor sie IhrenLiebling berühren. Fragen Sie Ihren Tierarzt nach allem, was Sie interessiert.Günstig ist es, alle Fragen schon zu Hause auf einem Zettel zu notieren, dannvergessen Sie in der Aufregung nichts.

Impfungen sind wichtig

Gegen Viren wirken keine Antibiotika. Der Arztkann nur die Begleiterscheinungen behandeln und die körperliche Abwehr stärken.Die beste Behandlung ist daher Vorbeugen durch Impfen.

Gegen die meisten nachfolgendaufgeführten Infektionskrankheiten stehen heute Impfstoffe zur Verfügung:

Die Katzenseuche wird durch einVirus verursacht, das direkt von Tier zu Tier bzw. indirekt durch Virusträgeraus der Umwelt auf die Katze übertragen wird. Da das Virus sehrwiderstandsfähig ist, bleibt es über Monate ansteckungsfähig und bedrohtständig alle ungeimpften Katzen. Im allgemeinen treten die erstenKrankheitserscheinungen 3-9 Tage nach der Ansteckung auf. Diese sindFutterverweigerung, Fieber, Mattigkeit, Appetitlosigkeit, Erbrechen undDurchfall. Durch Zerstörung der weißen Blutkörperchen ist die Abwehrkraft derKatzen so geschwächt, daß zusätzlich andere Viren und Bakterien die Krankheitverschlimmern und sogar zum Tode führen können.

Der Katzenschnupfen wird durch zweiVirusarten über direkten und indirekten Kontakt übertragen. Die erstenKrankheitserscheinungen treten schon 2-5 Tage nach der Ansteckung auf. DieKatzen haben Fieber, niesen und ihre Augen und Nasenlöcher sind verklebt. Imweiteren Verlauf der Erkrankung kommt es dann zu eitrigem Nasenausfluß,übermäßigem Speichelfluß, Niedergeschlagenheit und Futterverweigerung.Entzündungen der Maulhöhle, des Rachens und der Lunge sowie der Augen, die beiungünstigem Krankheitsverlauf auftreten können, bedingen oftmals unheilbareSpätschäden, wie Schweratmigkeit und Erblindung.

Die Tollwut wird durch ein Virus verursacht,das über Verletzungen mit dem Speichel von Tier zu Tier bzw. Tier auf Menschübertragen wird. Die Zeit zwischen Ansteckung und Auftreten vonKrankheitserscheinungen beträgt im allgemeinen zwischen 14-30 Tagen, kann aberauch länger sein. Die erkrankten Katzen zeigen Verhaltensstörungen,Magen-Darm-störungen, Scheu, Unruhe, Speichelfluß, Beißwut und Raserei. Nachzunehmenden Lähmungserscheinungen tritt der Tod unter Krämpfen ein. Die Tollwutist von der Katze auf den Menschen übertragbar.

Die Katzenleukose wird durch dasFeline Leukose-Virus (FeLV) ausgelöst. Erkrankte Katzen können das Virus überSpeichel, Kot und Urin ausscheiden und so andere Katzen anstecken. DieKatzenleukose kann außerordentlich viele, verschiedene Symptome zeigen, diehäufig erst im fortgeschrittenen Krankheitsstadium auftreten. Äußerlichsichtbare Zeichen einer Leukose können Appetitlosigkeit, Abmagerung, Mattigkeitund leichtes Fieber sein. Diese Symptome sind oft Ausdruck einer schwerenErkrankung des blutbildenden Systems, die zu tumorösen Veränderungen vielerOrgane führen kann.

Die FIP (Feline InfektiösePeritonitis) wird durch ein Coronavirus übertragen, wober der Übertragungswegnoch nicht endgültig nachgewiesen wurde. Die Krankheit verläuft schleichend mitvielfältigen Symptomen wie Appetitlosigkeit, Mattigkeit und Abmagerung. Typischist eine Zunahme des Bauchumfanges, auf Grund entzündlicher Prozesse undFlüssigkeitsansammlung in der Bauchhöhle. Eine Früherkennung ist schwierig, dasder Titerwert des sog. FIP-Testes noch keinen zuverlässigen Aufschluß darübergibt, ob FIP vorliegt oder nicht.

Die FIV (Feline ImmundeficiencyVirus) wird durch den FIV-Virus übertragen. Das Virus schwächt das Abwehrsystemund löst schwere Folgeerkrankungen im Körper aus, die schließlich zum Todeführen. Die Übertragung erfolgt durch Bißwunden. Eine FIV-Infektion kann überlängere Zeit symptomlos verlaufen, bis dann Störungen des Allgemeinbefindensauftreten, die so vielseitig sein können, daß sie hier nicht näher aufgeführtwerden. Endgültige Klarheit über eine FIV-Infektion kann nur eineBlutuntersuchung bringen. Trotz intensiver Forschung ist es bisher nichtgelungen, eine wirksame Behandlung oder vorbeugende Impfung zu entwickeln.

Katzenbabys sind während der ersten Lebenswochendurch Antikörper geschützt, die durch die Muttermilch übertragen werden. Danachjedoch muß durch die Grundimmunisierung ein Impfschutz aufgebaut werden.

Ab der 8. Lebenswoche kann eine Impfung gegen Katzenschnupfen und -seuche erfolgen, die nach 4 Wochen wiederholt werden muß.Zusammen mit der Wiederholungsimpfung im Alter von 12 Wochen kann dann auch dieTollwutimpfung erfolgen.

Die Leukoseimpfung kann ab einem Alter von 9Wochen erfolgen und muß ebenfalls nach 4 Wochen wiederholt werden. Um denkleinen Katzen nicht zuviel zuzumuten, empfehle ich aber, die Leukoseimpfungerst ab einem Alter von ca. 4 Monaten durchzuführen.

Gegen FIP ist ebenfalls seit kurzem ein Impfstoffverfügbar, dessen Wirksamkeit allerdings noch nicht nachgewiesen ist. DieImpfung kann ab einem Alter von 16 Wochen erfolgen und muß nach 3 Wochenwiederholt werden.

Danach ist jährlich für alle angegebenenImpfungen die Auffrischungsimpfung erforderlich. Bitte halten Sie dieImpftermine genau ein, denn der Impfschutz ist nur für eine bestimmte Zeitgewährleistet.

Damit eine Impfung auch wirksam ist, muß dieKatze Antikörper bilden. Das kann sie nur, wenn sie am Impftermin gesund undwurmfrei ist. Der Tierarzt sollte die Katze vor jeder Impfung gründlich untersuchen. Besprechen Sie etwa vier Wochen vor dem Impftermin die Notwendigkeit einer Wurmkur mit Ihrem Tierarzt und führen Sie ggf. eine solche durch.

©Dieser Text stammt von Britta Singethan.


 

Hinweis der Autorin:

Er kann gerne auf anderenSeiten veröffentlicht werden wenn dabei ein Hinweis auf die Verfasserin und einLink zur

...

Mit dem Urteil vom 22.August 2001 hat der Bundesverfassungsgericht Karlsruhe entschieden,
dass man durch die Anbringung eines Hyperlink die Inhalte der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat.
Dies kann- so das Bundesverfassungsgericht Karlsruhe- nur verhindert werden, dass man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert.
Für alle Links auf dieser Seite gilt: Wir möchten ausdrücklich betonen, dass wir keinerlei Einfluss auf die Gestaltung und die Inhalte der gelinkten Seiten haben.
Deshalb distanzieren wir uns hiermit ausdrücklich von allen Inhalten aller auf unserer Homepage gelinkten Seiten.


Cattery Lariwa Grande's - Heilige Birma Katzen